Wilkommen in der Hundeschule

Da kommen die Hundebesitzer für das erste Mal in die Hundeschule, und schon sind sie mit Eifer dabei, mir Befehle zu erteilen. Das erste Wort, das ich von den netten Leuten zu hören bekomme, ist meistens eine laute Anordnung, die sich auf irgendwelche Weise auf meine Körperstellung bezieht, bzw. mir gewisse Sachen schon bei der allerersten Begegnung verbietet. Ich glaube fest daran, dass sie Kontakt zu mir herstellen möchten. Sie haben mich doch angerufen und baten um einen Termin. Am Telefon hörten sie sich ganz normal an. Sie kamen zu mir, um mich um ein Rat zu bitten.  Ich habe sie, wie üblich bei uns, zuerst freundlich begrüßt. Warum muss ich ausgerechnet, als Gegen-Begrüßung, die Anordnung bekommen, mich sofort hinzulegen?
Es sieht so aus:

Die Leute fahren ihr Auto die kleine Straße, die nach Rhode fährt, entlang, biegen links ein und parken auf dem Parkplatz der Hundeschule. Tami, meine beste Wächterin, die Wache auf unserem gegenüberliegenden Hof hält, gibt lautstark Bescheid, dass unbekannte Kundschaft gerade in mein Revier eingedrungen ist. Falls ich in dem Moment am Schreiben bin, trenne ich mich vom Bildschirm, ziehe meine Brille an, springe die drei Treppen vom Büro runter und gehe auf dem Kiesweg zum Parkplatz. Weil die Hunde meistens nicht allein im Auto der Besitzer bleiben wollen, und weil die meisten Leute der Auffassung sind, eine Hundeschule sei ausschließlich ein Ort für Hunde, und sie dem Hund seine neue Schule sofort vertraut machen wollen, passiert folgendes:

Das Auto rollt langsam auf den Parkplatz, der Hund, der im Auto sitzt, hört das Bellen meiner Tami und explodiert in Gebell, Gejaul und Fensterscheiben-Gekratze.  Die Leute, die im Auto sitzen, tun alles was in ihrer Macht steht, den Hund zu beruhigen. Was nichts bringt. Also steigen Sie schnell aus, und vereinbaren, wer die Türöffnung blockieren soll, während der andere den Hund geschickt und blitzschnell anleint. Was nicht immer gelingt, weil die Leute unkoordiniert arbeiten, oder der Hund noch blitzschneller ist und mit einem Kamikazesprung vom Auto rausspringt.  In dieser Phase des Geschehens, befinde ich mich hinter. dem kleinen Tor, das den Parkplatz von dem Kiesweg trennt.  Von da aus beobachte ich die Leute, die verbissen den Hund einzufangen versuchen und lockend "Komm hierher!" zischen, während sie hinter dem Hund her rennen.  Wenn der Hund endlich gefangen und sicher angeleint wurde, mache ich das Tor auf, und gehe auf die Leute zu um sie zu begrüßen. Mit meiner Hand ausgestreckt, um mit demjenigen Hände zu schütteln, sage ich: „Guten Tag, ich bin der Herr Fishman."

Der Hund, der gerade seine Freiheit verloren hat, und an kurzer, straffer Leine gehalten wird, erkennt sofort die Freundlichkeit in meiner Stimme und will mich ebenfalls auf seiner Art freundlich grüßen.

Und dann kommt es...

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