Ein (Tierheim-)Hund kommt ins Haus (Fortsetzung)

Die Pflege

Der neue Vierbeiner muß gefüttert, gebürstet und geführt werden. Sie müssen die passende Ausrüstung dazu anschaffen. Jeder Hund braucht Futter, Leine, Halsband, und vieles mehr. Die  Ausrüstung soll spezifisch an die Bedürfnisse des Hundes und die des Besitzers angepaßt werden.  Häufig schafft man sich viele unnötige Dinge an, die viel Geld kosten und letzten Endes im Mülleimer landen.  Bei der Anschaffung der Ausrüstung und des Futters suchen Sie sich ein Fachgeschäft, bei dem die fachliche und kompetente Beratung im Vordergrund steht. Dies ist am Besten bei Leuten, die nicht nur viel Ahnung von ihren Artikeln haben, sondern auch praktische und theoretische Erfahrung mit Hundeernährung, Haltung und Erziehung. Sie können Ihnen dadurch viel unnötige Ausgaben sparen.

Die Ausbildung

Der neue Hund muß beschäftigt werden.  Er muß seelisch wie körperlich gefördert werden.  Hunde lernen und arbeiten gerne.  Bekommen sie keine Beschäftigung von ihrem Besitzer, suchen sie sich ihre eigene, und das sieht der Besitzer oft nicht gerne. Tun Sie irgend etwas mit Ihrem Vierbeiner. Spazierengehen ist zwar gut, aber auf keinen Fall ausreichend. Treten Sie in einen Hundeverein ein, oder suchen Sie sich eine kompetente Hundeschule. Über die verschiedenen Ausbildung und Beschäftigungsmöglichkeiten steht Ihnen Herr Fishman gerne zur Verfügung.

Kurz zusammengefaßt

Er soll einen Korb oder ein Kissen als Schlaf und Ruheplatz haben. Trainieren Sie ihn darauf, per Anordnung auf seinen Platz zu gehen. Das Haus gehört Ihnen, und nicht dem Hund.  Er darf sich überall aufhalten, aber nicht immer. Das ist Ihr Revier und nicht seines, und Sie bestimmen, wann wer was zu tun hat. Der Ruheplatz des Hundes soll in einer Ecke sein.  Hunde fühlen sich wohl, wenn Sie Rückendeckung haben. Wenn er dort liegt, soll er möglichst ungestört sein.  Die Kinder der Familie sollen lernen, ihn in Ruhe zu lassen, wenn er dort liegt. Bei Stubenreinheitsproblemen brauchen Sie viel Geduld. Manche Tierheimhunde haben noch nie ein Haus von innen gesehen. Erziehen Sie Ihren Hund zur Stubenreinheit, auch wenn er kein Welpe mehr ist.  Nehmen Sie ihn jede Stunde raus, und loben Sie ihn, wenn er draußen sein Geschäft gemacht hat.  Mit der Zeit verlängern Sie die Zeitabstände. Hat er zu Hause gemacht und Sie haben ihn dabei erwischt, können Sie mit ihm verbal schimpfen und führen Sie ihn sofort hinaus. So lustig, wie es sich anhören mag, Sie können ihm dort zeigen (vormachen), was er machen soll (gemeint sind natürlich die kleinen Geschäfte).  Hunde lernen enorm schnell durch Imitation.  Auf keinen Fall schlagen Sie den Hund oder stecken seine Nase in die Pfütze.  Dadurch wird der Hund nur blockieren und sich zur Wehr setzen. Stubenrein wird er dadurch mit Sicherheit nicht.   Bestätigen Sie den Hund, wenn er etwas erwünschtes macht. Belohnen Sie ihn mit Lob. Streicheln und Leckerli. Benutzen Sie nie eine Belohnung als Ablenkung, wenn er etwas Unerwünschtes getan hat.  Zerrt er an der Leine und bekommt ein Leckerli zur "Beruhigung", lernt er, daß an der Leine zu zerren etwas Erwünschtes ist. Gehen Sie in den ersten Wochen mit ihm nur angeleint spazieren. Benutzen Sie eine lange Leine oder eine Flexi-Leine. Die Bindung ist noch nicht tief genug, er kann sich weit entfernen und den Weg nach Hause kennt er noch nicht. Bei Verhaltensauffälligkeiten lassen Sie sich vom Fachmann beraten. Die Veranlagung des Hundes spielt schon eine   Rolle.  Aber die meisten Handlungen sind antrainiert und können dementsprechend therapiert werden. Die Probleme scheinen tragisch und unlösbar, wenn man nicht weiß, wo sie herkommen und wenn das Fachwissen fehlt.

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